Zugunglück bei Blässhühnern: Nachts fliegen birgt auch Gefahren!

Tagsüber fliegen Blässhühner keine großen Strecken. Höchstens sieht man sie ein paar Meter flügelschlagend übers Wasser „laufen“. Dennoch ist von Ringablesungen her bekannt, dass Blässhühner aus dem Hamburger Raum in die Niederlande, nach Südfrankreich oder sogar nach Spanien geflogen sind. Dafür gibt es nur eine Erklärung: Blässhühner fliegen nachts! Dies hat seine Ursache vermutlich darin, dass sie keine wendigen Flieger sind. Nachts können sie von Feinden aus der Luft nicht gesehen und nicht attackiert werden.

Aber diese Lösung birgt auch Gefahren. Natürlich können nachts Hindernisse, vor allem wenn sie dunkel sind, schlecht gesehen werden. Die folgenden Beobachtungen teilte mir mein Kollege Simon Hinrichs mit: An der Kreuzung Bebelalle/ Deelböge fand Simon am 28.02.2010 eine tote Blässralle unter einer Stromleitung. Sie war vermutlich nachts gegen die Leitung geprallt und tödlich verunglückt. Nahezu ein Jahr später, am 30.01.2011 fand Simon hier erneut eine tote Blässralle. Dies spricht dafür, dass sich die Leitung auf einer wichtigen Zugroute für Blässrallen befindet. Gerade Leitungsdrähte sind also ein besonders tückisches Hindernis für nachtaktive Zugvögel.

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Über blesshuhn

ehrenamtliche Mitarbeiterin für den Arbeitskreis an der Vogelschutzwarte Hamburg
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