Blässhuhn-Krankheit: N19 im Tierheim

Am 17. März griff ich N19, der stark humpelte, im Eichenpark auf. Ich brachte ihn ins Tierheim Süderstraße. Dort wurde eine Gelenkentzündung diagnostiziert. Er bekam Antibiotika verabreicht. Man brachte ihn in einem Gehege mit einem Teichhuhn und einer anderen Blässralle unter. Die andere unberingte Blässralle litt ebenfalls unter der „Humpelkrankheit“. Das Teichhuhn hatte einen gebrochenen Zeh und war stark abgemagert. Die Drei kamen sehr gut miteinander aus. Zeitweise rückten alle drei Rallen in diesem kleinen Holzhäuschen zusammen. Dicht aneinandergekuschelt bildeten sie einen „Rallenklumpen“.
Nach fünf Tagen Behandlungszeit wurde deutlich, dass die Antibiotika beiden Blässrallen nicht helfen. Die Medikamente wurden daraufhin abgesetzt. Sie erhielten eine besonders wasserhaltige Kost, um eventuell vorhandene Giftstoffe auszuschwemmen. Mit großem Appetit naschten sie Salat und verspeisten eingeweichtes Getreide. Sie sollten außerdem viel trinken. Das Befinden der beiden besserte sich daraufhin ein wenig. Minimal schien die Gelenkschwellung zurückzugehen.

N19 badet, Unberingt trinkt


Heute machte ich nochmals einen Besuch im Tierheim. Leider gibt es für N19 sehr schlechte Nachrichten. Die Lähmung ist so stark fortgeschritten, dass er nur noch auf dem Bauch robben kann. Dabei muss er beide Flügel zur Hilfe nehmen. Beide Fußgelenke sind geschwollen und die Zehen gelähmt. Für die andere Blässralle besteht noch Hoffnung, aber N19 hat es besonders schlimm erwischt. Da nichts über die Erkrankung bekannt ist, und man bei der Behandlung keine Fortschritte macht, wird N19 vermutlich nächste Woche eingeschläfert. Es ist unmöglich, ihn so hilflos wieder zu entlassen. Gestern konnte N19 die Badeschüssel aus eigenen Kräften nicht wieder verlassen. Eine Tierpflegerin musst ihm dabei helfen. Aber auch heute nutzte N19 wieder ausgiebig das Vogelbad. Er robbte zur Wasserschüssel und ließ sich hineinplatschen. Dann ließ er immer wieder genußvoll Wasser über sein Gefieder laufen und putzte sich ausgiebig. Vielleicht ist heute sein letzter Lebenstag. Das Teichhuhn ist gestern leider ebenfalls verstorben.
Siehe hierzu auch den Artikel: Wer kennt diese Blässhuhn-Krankheit?https://blesshuhn.wordpress.com/2011/03/16/wer-kennt-diese-blasshuhn-krankheit/

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Über blesshuhn

ehrenamtliche Mitarbeiterin für den Arbeitskreis an der Vogelschutzwarte Hamburg
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