Rallen-Revierkampf: Teichhuhn gegen Blässhuhn

Rallen kann man aber auch keine Sekunde aus den Augen lassen! Das gilt nicht nur für die als aggressiv verschrieenen Blässrallen. Teichrallen können den Blässhühnern durchaus „das Wasser reichen“, was die Selbstbehauptung angeht. Sie sind zwar zierlicher und kleiner, aber sie lassen sich auch nicht „auf dem Schnabel herumtanzen“.
Christa Löffel gelangen diese interessanten Aufnahmen einer Auseinandersetzung zwischen Paaren aus einem Blässrallen- und einem Teichrallenrevier.

Und so geht es los: Man reckt sich oder stellt die Flügel auf, um größer zu wirken. Das müsste doch eigentlich schon reichen, um den Reviernachbarn einzuschüchtern – oder? Tja – untentschieden: das Teichhuhn wirkt länger, das Blässhuhn dagegen breiter.

 

Aha, nun geht es weiter. Partner Nummer 1 gesellt sich dazu, um das heimische Revier zu verteidigen.

 

Und hier geht es dann richtig zur Sache. Seite an Seite kämpfen jeweils Männchen und Weibchen gegen die aufdringlichen Nachbarn. Die enge Verwandtschaft zwischen Blässrallen und Teichrallen kann man hier sehr gut an der ähnlichen Kampfhaltung erkennen. Beide kämpfen mit ihren kräftigen Füßen und lehnen sich dabei im Wasser zurück.
Die Blässrallen wirken hier größer. Da sie Schwimmlappen an den Zehen haben, können sie sich durch Wassertreten stärker über die Wasseroberfläche heben. Diese Möglichkeit haben Teichhühner mit ihren schmalen Zehen ohne Schwimmlappen nicht. Sie sind aus diesem Grund allerdings viel geschickter beim Klettern in Ufergebüsch als Blässhühner.

 Nun ergibt sich eine Situation, die auch dann auftritt, wenn zwei Blässhuhnpaare aneinander geraten. Der Hauptkampf wird nur von jeweils einem der Partner eines Paares ausgetragen – siehe das Duo rechts im Bild. Die jeweils anderen Partner springen manchmal zwar dazwischen, im Übrigen feuern sie aber die Kämpfenden durch aufgeregte Rufe an.
Es sieht so aus, als ob beide Paare benachbarte Reviere haben. Solch ein Kampf endet meistens damit, dass sich jedes Paar mit gesträubten Federn in sein eigenes Revier zurückzieht. Allerdings wurde den Nachbarn wieder einmal gezeigt: wo der Gartenzaun entlang läuft. Diese unsichtbare Grenze darf nicht überschritten werden, sonst gibt’s Prügel!

 

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Über blesshuhn

ehrenamtliche Mitarbeiterin für den Arbeitskreis an der Vogelschutzwarte Hamburg
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