Blässhuhn Portraits

Reale Geschichten über reale Blässrallen

W11 – Frank – die Blässralle, mit der alles anfing

Alles begann mit Frank: Mein ganzes Interesse für Blässrallen fing damit an, dass ich im Jahre 2009 den Jungvogel W11 kennen lernte. Er fiel mir zuallererst wegen seiner weißen Kopffedern auf. So konnte ich ihn auch unabhängig von der Ringnummer immer leicht erkennen. Inzwischen habe ich noch ein weiteres Blässhuhn mit weißen Federn am Kopf gesehen. Es lebt an der Brabandstraße und ist unberingt. Frank war von Anfang an sehr zutraulich. Gegenüber anderen Blässrallen eher defensiv, neigte er dazu sich immer wieder an Menschen anzunähern. Er fraß sofort ohne jede Scheu aus der Hand. Seine bisherigen Aufenthaltsorte waren: Alsterostufer und -westufer, Kuhmühlenteich und Eilbekkanal. Im Sommer 2010 war er vorübergehend mit W07 verpaart. Die Bindung hat sich dann aber nach einigen Wochen wieder aufgelöst. Frank ist im letzten Jahr sehr kräftig geworden. Daher eine gute Nachricht an alle Blässrallendamen: Frank ist Single und noch zu haben!

Blässralle O 79 – weit gereist und ein trauriges Ende

O 79 schlüpfte im Jahre 2007 und wurde am 26.09.2007 in Harburg am Außenmühlteich beringt.

O 79 hatte eine große Leidenschaft: das Fliegen. Am 16.11.2008 wurde er/sie in Frankreich in Saintes Marie de la Mer wiedergefunden. O 79 war von einem Jäger erlegt worden. Ganze 1148 Kilometer war die Blässralle O 79 in ihrem kurzen Leben von Hamburg aus nach Südwesten gereist.

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5 Antworten zu Blässhuhn Portraits

  1. Mathi schreibt:

    Interessiere mich sehr über die Zucht und Haltung von Blässhühnern und Teichhühnern. Finde diese Tiere haben etwas besonderes ansich. Träume schon lange von ein paar Blässhühnern bei meinen Enten im Teich.

  2. Klaus Klein schreibt:

    Super Webseite mit schönen Fotos und Videos.

  3. Reyhan schreibt:

    Lieber Blogger,

    ich beobachte auch sehr gerne die Wasservögel in unserem nahe gelegenen Park. Vorgestern konnte ich ein Blässhuhnpaar mit 2 Küken fotografieren. Die Eltern tauchten fleißig nach Futter und fütterten die Kleinen abwechselnd, die es kaum erwarten konnten. Als ich das einer Bekannten erzählte sagte sie mir, dass sich Blässhuhnküken gegenseitig zu Tode hacken, bis das stärkste übrig bleibt. Ich konnte das nicht glauben, und im Internet habe ich keine entsprechende Info gefunden. Könnten Sie mir etwas dazu sagen, bitte?!
    Herzliche Grüße aus München
    Reyhan

    • blesshuhn schreibt:

      Hallo Reyhan,

      Es ist nicht wahr, dass Geschwister einander zu Tode hacken. Im Gegenteil: Wenn größere und kleiner Geschwister zusammen sind, füttern die großen Geschwister die kleinen Geschwister mit. Die Geschwister rücken auch auf dem Nest ganz eng zusammen, um sich gegenseitig zu wärmen.
      Kleine Blässhühner kommen durch Ratten, Krähen, große Fische und Unterkühlung zu Tode. Deshalb sterben häufig sehr viele und nur wenige bleiben übrig.

      • Melitta Ehrlicher schreibt:

        Hallo Martina, gestern beobachtete ich, wie die sieben frisch geschlüpften rotschöpfigen Blässhuhnküken vom Elternpaar gefüttert wurden. Ich war hin und weg. – Aber plötzlich wurde eins der Eltern (Erpel?) aggressiv. Es biss wieder und wieder mit voller Kraft auf das Köpfchen eines der Küken ein und drückte es unter Wasser, bis es leblos auf dem Wasser trieb. Doch ich konnte aufatmen – nach einer Weile bewegte es sich ein wenig, rappelte sich nach und nach wieder auf und schwamm schneller und schneller aufs Wasser hinaus – weg von der Familie. Mit Schrecken musste ich dann zusehen, dass der Erpel(?) doch nicht locker ließ. Nachdem er die anderen Küken wieder gefüttert hatte, schwamm er dem armen Kleinen hinterher, zuletzt mit hoher Bugwelle und gesenktem Kopf und biss und biss immer wieder auf das kleine rote Köpfchen ein… Es war grausam. Das Kleine trieb erneut leblos auf dem Wasser, und er ließ ab. – Es rappelte sich abermals auf, das gleiche wiederholte sich wieder und wieder. – Ich konnte nicht mehr zusehen, konnte auch nichts unternehmen – alles geschah in größerem Abstand vom Ufer… Was war das? Kannst Du mir das erklären? Es gibt hier mehrere Blässhühner auf dem See. War es etwa gar kein Elternteil, sondern ein “Fremd”küken. Aber da war keine „Bläss-Mama“, die das Küken verteidigt hätte…
        Gruß Melitta

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